Der Bezirksverband der CDU Württemberg-Hohenzollern kam jüngst mit einer Teilnehmerzahl von rund 70 Funktionsträgern und Mitgliedern in einer Videokonferenz zusammen. Die hohe Resonanz war der Aktualität des Themas geschuldet, denn dem Bezirksvorsitzenden und parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Thomas Bareiß MdB war es gelungen, den Aufsichtsratsvorsitzenden von BioNTech, Herrn Helmut Jeggle, für eine Gesprächsrunde zu gewinnen.

Herr Jeggle gab den interessierten Teilnehmern Einblick in den Weg bis hin zur Zulassung des gemeinsam mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer entwickelten Impfstoff gegen das SarsCov2-Virus, das die Welt in Atem hält. Er schilderte die Hintergründe, wie es möglich war, dass innerhalb von knapp einem Jahr ein solcher Impfstoff entwickelt und zugelassen werden konnte. Dies lag zu einen daran, dass an der neuen Technologie mRNA, die bei der Entwicklung zum Einsatz kam, bereits in den Jahren zuvor im Bereich der Onkologie geforscht worden war. Zum anderen wurde auch organisatorisch von BioNTech bereits früh voraus gedacht, damit die nun bevorstehende Produktion der Impfdosen bewerkstelligt werden kann. Durch die Kooperation mit Pfizer kann BioNTech von den Erfahrungen und dem Vertriebsnetz des Kooperationspartners profitieren.

Jeggle lobte im Zulassungsprozess die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union, die trotz Partikularinteressen der Mitgliedstaaten eine europäische Zulassung des Impfstoffs forciert hat.

Neben Detailfragen zur angestrebten Impfrate, zu Mutationen und zu Nebenwirkungen wurden auch Fragen über das eigentliche Thema hinaus gestellt und beantwortet. Diese reichten von der Weiterentwicklung der mRNA-Technologie über die Auswirkungen auf die Krebsforschung bis hin zum Wirtschaftsstandort Deutschland für Unternehmen wie BioNTech. Bezüglich letzterem stellte Jeggle klar, dass der Standort Deutschland für das Unternehmen dahingehend attraktiv sei, da Deutschland über gute Forschungseinrichtungen und über entsprechendes KnowHow verfüge. Er gab aber auch zu bedenken, dass in Deutschland aus seiner Sicht diese Bereiche in der Wirtschaft mehr und mehr an Bedeutung gewinnen werden und der Standort Deutschland aber auch der Standort Europa für die Branche attraktiv bleiben muss, damit Arbeitsplätze langfristig auch außerhalb der derzeitigen deutschen Schwerpunktindustrien gesichert werden können.

Auch die von der Bundesregierung vorgestellte Impfstrategie kam zur Sprache. Hier räumte Helmut Jeggle den verbreiteten Irrtum aus der Welt, dass die Gründer von BioNTech, Ugor Sahin und Özlem Türeci, sich selbst nicht impfen lassen wollen würden. Die beiden Gründer würden sich und ihre Familien sofort impfen lassen, nur sind auch sie nicht früher dran als andere, die zur gleichen Impfgruppe gehören, nämlich nicht zur Gruppe der Kategorie 1.

Bezirksvorsitzender Bareiß bedankte sich bei Helmut Jeggle für seine Bereitschaft, für die informativen Ausführungen und die Beantwortung der gestellten Fragen. „Ich bin froh, dass wir mit solchen Formaten informieren und dass offene Fragen geklärt werden können. Zur Verbreitung richtiger Informationen sind solche Austausche unglaublich wichtig.“

Abschließend konnte Herr Jeggle die Frage einer Teilnehmerin, ob er auch seiner eigenen Mutter eine zeitnahe Impfung empfehlen würde, mit einem klaren „Ja, absolut!“ beantworten. Sowohl Helmut Jeggle als auch Thomas Bareiß MdB hoffen auf eine hohe Impfquote. So könnte je nach Produktionskapazitäten bereits in einem Jahr ein Großteil der Bevölkerung geimpft sein.

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