"In die derzeit geführte öffentliche Debatte um eine mögliche gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe im Deutschen Bundestag möchten wir uns als CDU Bezirksverband einbringen. Wir brauchen eine breite Diskussion zu diesem schwierigen Gewissensthema", so der CDU-Bezirksvorsitzende Thomas Bareiß MdB.

"Wir haben uns deshalb im Vorstand der CDU-Württemberg-Hohenzollern dazu entschieden, diese Thematik zum zentralen inhaltlichen Schwerpunkt unseres kommenden jährlichen Bezirksparteitages, am 18.10.2014 in Bad Wurzach zu machen", so Bareiß.
"Klar ist, es handelt sich um eine zutiefst ethische Frage, die die Menschen in Deutschland umtreibt und die sich für jeden Einzelnen eines Tages stellen kann. Deshalb möchten wir uns in in einem offenen Dialog aus verschiedenen Blickwinkeln mit Unterstützung von hochkarätigen Fachleuten wie Ärzten, Mitgliedern von Hospizvereinen, den Kirchen sowie Vertretern aus der Politik mit dieser Thematik auseinandersetzen.", so Bareiß weiter. "Wir wollen den Bezirksparteitag mitgliederoffen gestalten und damit auch den notwendigen Raum zur breiten Diskussion und beteiligung unserer Mitglieder geben. Wir wollen alle 12.500 CDU Mitglieder der CDU Württemberg-Hohenzollern dazu einladen."
Im Deutschen Bundestag werden aller Voraussicht nach ebenfalls im Herbst dieses Jahres verschiedene fraktionsübergreifende Gesetzgebungsinitiativen beraten. Im Kern geht es um die Frage, ob und ggf. inwieweit das Strafgesetzbuch (StGB) im Hinblick auf diese Thematik reformiert werden soll. Aktive Sterbehilfe erfüllt bislang den Straftatbestand "Tötung auf Verlangen" (216 StGB) während die bloße Beihilfe zum eigenverantwortlichen und selbstgesteuerten Suizid straflos ist.
"Wir werden in den nächsten Wochen diese ethischen Fragen innerhalb der CDU-Württemberg-Hohenzollern gemeinsam diskutieren und uns dann am 18.10.14 in Bad Wurzach in einem Mitgliederoffenen Parteitag mit dieser Thematik auseinandersetzen", so der CDU-Bezirksvorsitzende Bareiß abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag