Im Beisein zahlreicher Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordneten haben die Delegierten des Bezirksfachausschusses Ländlicher Raum und Landwirtschaft der CDU Württemberg-Hohenzollern den grünen Verkehrsminister Winfried Herrmann dazu aufgefordert, den Bundes-Verkehrswegeplan nach seiner Verabschiedung in Bundestag und Bundesrat schnellstmöglich im Land umzusetzen.

Beispiele wie der noch nicht erfolgte Spatenstich in Erbach zeigten, ";dass wir in der absurden Situation sind, dass die Genehmigungen und das Geld da sind, dass mit dem Bau aber nicht angefangen werden kann, weil die Planungen noch nicht abgeschlossen sind", ergänzte der CDU-Verkehrsexperte und Vorsitzende des Bezirksfachausschusses Infrastruktur und Verkehr Christian Natterer, der auch im Namen des Bundestagsabgeordneten Michael Donth sprach. Für die Planungskapazitäten sei das Land zuständig, ";und wenn wir nicht rechtzeitig bauen, fließt das Geld eben woanders hin". 

Insbesondere die Bundesstraßen zwischen Alb und Bodensee werden nach den Worten der Bundestagsabgeordneten Ronja Schmitt, Josef Rief und Waldemar Westermayer in den kommenden 15 Jahren mit viel Geld ausgebaut werden können, wenn die Planungen dafür rechtzeitig fertiggestellt werden. Kaum ein Bundesland profitiert so wie Baden-Württemberg von dem so genannten Investitionshochlauf des Bundes. Dass die B312 im Landkreis Biberach vor diesem Hintergrund aufgrund der schlechten Bewertung durch die im März abgewählte grün-rote Landesregierung in der Priorität nach hinten gerutscht ist, sorgt innerhalb der CDU daher für Unmut und Unverständnis. Auf den Antrag von Josef Rief hin stellte sich der Fachausschuss denn auch einstimmig hinter die Initiative für den schnellstmöglichen Bau der neuen Trasse zwischen Biberach und Illertal. 
Weitere Themen des Treffens der mehr als 40 Delegierten waren die aktuelle Milchkrise und die dazugehörenden aktuellen politischen Diskussionen sowie die europäischen Entscheidungen im landwirtschaftlichen Sektor - und natürlich die aktuellen Entwicklungen auf Landesebene. Zu letztem referierten die drei neugewählten Mitglieder des Landtags, Manuel Hagel (Alb-Donau-Kreis), Thomas Dörflinger (Biberach) und Raimund Haser (Wangen-Illertal). Die Teilnehmer begrüßten es sehr, ";dass ihr euch gut versteht und dass ihr euch zum Wohle unserer Raumschaft miteinander abstimmt", sagte die ehemalige Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle. Mit einem breiten Ausschussportfolio der Landtagsabgeordneten - hinzu kommen auch noch die neue Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Balingen), Klaus Burger (Sigmaringen), August Schuler (Ravensburg) und Karl-Wilhelm Röhm ((Hechingen-Münsingen) sei die CDU Württemberg-Hohenzollern nach wie vor gut im Land vertreten, auch wenn einige Wahlkreis nach der Wahlniederlage am 13. März nicht mehr direkt durch die CDU vertreten sind. 
Der CDU-Bezirksfachausschuss Ländlicher Raum und Landwirtschaft im Südwesten des Bundeslandes gehört zu den aktivsten seiner Art in Baden-Württemberg. Zahlreiche Initiativen und politische Papiere haben es vom Tagungsort Hailtingen am Bussen aus schon nach Stuttgart und Berlin geschafft. Er ist ein gutes Beispiel dafür, wie innerhalb der CDU Themen von unten nach oben getragen werden und auf diese Weise bürgernahe Programmatik entsteht.
gez. Raimund Haser MdL