"Seit gestern wissen wir, wie sich die Polizeireform der grün-roten Landesregierung ganz konkret vor Ort auswirken wird: In unserem Regierungsbezirk Tübingen verbleiben uns zwischen Neckar, Bodensee und Allgäu von vormals 8 Polizeidirektionen nur noch 2 regionale Polizeipräsidien in Reutlingen und Ulm. Ganz Oberschwaben soll dabei künftig von Konstanz aus geführt werden. Diese Standortpolitik schadet ganz entschieden der Sicherheit unserer Bevölkerung gerade in den ländlichen Räumen! Das Versteckspiel der Landesregierung ist damit vorbei - nun haben wir die Ergebnisse schwarz auf weiß", so der CDU-Bezirksvorsitzende Thomas Bareiß MdB.

"Zudem werden die bisherigen Kriminalpolizeistandorte in Balingen, Sigmaringen, Biberach, Ravensburg, Reutlingen und Tübingen zum Teil um bis zu 2/3 des Personalbestandes gekürzt und nach Esslingen, Friedrichshafen und Ulm zentralisiert. Dadurch entstehen künftig bei Gewaltverbrechen, schweren Einbruchsdiebstählen oder organisierter Bandenkriminalität Anfahrtswege von bis zu 120km anstatt der bisher maximal rund 50km. Die Landesregierung zerschlägt damit die bislang in den Landkreisen vor Ort hervorragend organisierte und vernetzte Kriminalpolizei", betonte Bareiß MdB.
"Gerade Sigmaringen hätte nach dem Abzug der Bundeswehr durch einen neuen Landesstandort für Technik, Logistik und Service gestärkt werden können - stattdessen werden diese Einheiten nun in Stuttgart zentralisiert. Der Standort Ravensburg, mit Sitz eines Landgerichtes, verfügt zudem nur noch über einen stark reduzierten Kriminalpolizeistandort und wird künftig von Friedrichshafen und Konstanz aus koordiniert. Ein wenig mehr Verständnis für die Lage der Menschen Ort sowie ein Mindestmaß an strukturpolitischer Vernunft hatten sich bis zuletzt jedenfalls die Befürworter der Reform erhofft ? die Realität sieht aber nun ganz anders aus", bilanzierte Thomas Bareiß.
"Dabei steht dieselbe Ausdünnung für den Bereich der Verkehrspolizeidirektionen noch aus. Wir müssen derzeit annehmen, dass hierfür nach den Plänen des Innenministers Ähnliches droht. Auch für die Verkehrspolizei gilt, dass gerade bei schweren und gefährlichen Unfällen die Polizei stets schnell zur Stelle sein muss. Die viel beschworene spürbare zusätzliche Verstärkung der Polizei vor Ort und auf den Straßen im Land kön-nen wir angesichts der vorgelegten Pläne nicht erkennen", so Bareiß.
"Wir stehen weiterhin im engen Kontakt mit den Fachleuten aus den Reihen der Polizei und stehen dem Innenminister jederzeit für einen fachlichen Austausch zur Verfügung. Unsere Region braucht auch weiterhin eine starke Kriminal- und Verkehrspolizei, die mit den Problemen vor Ort vertraut ist", so der Bezirksvorsitzende Thomas Bareiß abschließend.

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