Verkehrsminister Hermann verkennt die Lebenssituation im Ländlichen Raum

Von wegen „Fahrradmuffel“ – der KPV-Bezirksverband Württemberg-Hohenzollern widerspricht der Darstellung des grünen Verkehrsministers Winfried Herrmann, der die Kommunen für den stockenden Ausbau des Radverkehrs verantwortlich macht.

Die kommunalpolitische Vereinigung (KPV) innerhalb der CDU reagiert empört auf die Äußerungen von Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Dieser machte für den stockenden Ausbau des Radverkehrs vor allem die Kommunen verantwortlich und bezeichnete Kleinstädte und Dörfer als „Fahrradmuffel“. Die KPV macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass Ballungsgebiete und Ländliche Räume nicht verglichen werden können.

„Wenn eine fünfköpfige Familie zum Kindergarten eine Anfahrt von drei Kilometern, zur Schule fünf Kilometer und zur Arbeit 20 Kilometer hat, dann ist das Fahrrad schlichtweg keine Alternative“, so der Ravensburger KPV-Kreisvorsitzende, Amtzells Bürgermeister Clemens Moll.

Sein Kollege aus Pfronstetten, der KPV-Bezirksvorsitzende Reinhold Teufel betont, dass die Menschen im Ländlichen Raum nach Möglichkeit sehr wohl das Fahrrad nutzen, allerdings lasse sich der Anteil des Radverkehrs auf Grund der deutlich größeren Entfernungen nicht problemlos erhöhen.

„Für die vielen motivierten Radfahrer im Ländlichen Raum sind die Muffel-Aussagen des Ministers ein Schlag ins Gesicht“ so Teufel und Moll.

Die KPV ist das Ansicht, dass eine pauschale Vorverurteilung einzelner Regionen für den Radverkehrsausbau wenig zielführend ist.

Kontakt

Alkmar von Alvensleben
Pressesprecher

E-Mail: Opens window for sending emailAlkmar von Alvensleben