Jungbauern werben für ihre Zukunft

CDU lädt Vertreter der Landjugend zum Austausch

HAILTINGEN - Vertreterinnen der Landjugend Württemberg-Hohenzollern waren auf Einladung des ehemaligen Landtagsabgeordneten Paul Locherer (CDU) zu Gast beim Bezirksfachausschuss Ländlicher Raum der CDU. Die Jungbauern treibt die Sorge um das Volksbegehren „Pro Biene“ um. „Wenn das so kommt wie es hier steht, ist die Existenz der Landwirtschaft in unserer Region bedroht“, so Ines Nonnenmacher. Drei Gründe zählt sie auf:

Erstens ist ohne Pflanzenschutzmitteleinsatz kein Sonderkulturenanbau in Landschaftsschutzgebieten mehr möglich - egal ob Bio oder konventionell. „Die Menschen glauben, die einen spritzen, die anderen nicht, aber das ist falsch. Der Unterschied ist lediglich das Mittel, nicht der Einsatz an sich.“ Deshalb warnen ja auch Biobauern vor einer Unterschrift, obwohl ihre Verbandschefs offiziell Ja sagen.

Zweitens lehnen die Jungbauern gerade mit Blick auf die Erlössituation von Biobetrieben eine Zwangsbiologisierung der Landwirtschaft ab. Ohne Abnehmer, so fürchten sie, fallen Biopreise in den Keller und am Ende hat keiner mehr etwas davon.

Drittens kommt zu kurz, wie viel Geld und Anstrengung bereits über die Bauern in den Naturschutz fließen. „Jeder von uns macht Naturschutz auf seinem Betrieb“, so Nonnenmacher. „Aber die Forderungen, die das Volksbegehren stellt, zerstört unsere Geschäftsgrundlage. Und wer nicht von dem Leben kann, was er erwirtschaftet, kann links und rechts auch nichts mehr für die Natur und die Allgemeinheit leisten.“

Um die Folgen des Volksbegehrens, aber auch anderer Forderungen offen, zu diskutieren, setzt sich der Fachausschuss für viele Termine vor Ort und für eine Versachlichung der Diskussion ein. „Ich kann Menschen verstehen, die Ja zur Biene sagen. Das sagen wir auch. Aber die Vorschläge, die jetzt auf dem Tisch liegen, richten mehr Schaden an als sie nützen. Deshalb erarbeiten wir gerade selbst Vorschläge, wie Bewirtschaftung und Naturschutz besser Hand in Hand gehen könnten. Darüber wollen wir auch mit Verbänden und der Bevölkerung diskutieren“, so der Vorsitzende Locherer. Die anwesenden Abgeordneten aus EU, Bund und Land, Norbert Lins, Josef Rief, Manuel Hagel und Raimund Haser haben den Jungbauern die Zusage, „dass wir jedes Ansinnen unterstützen, das den Erhalt der mittelständischen bäuerlichen Landwirtschaft sichert und gleichzeitig den Natur- und Artenschutz durch konkretes Handeln vorantreibt.“

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Alkmar von Alvensleben
Pressesprecher

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